Luchse

   

 

Steckbrief Luchse

 



Klasse: Säugetiere (Mammalia).
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Familie: Katzenartige Raubtiere (Felidae, in derselben Familie wie Hauskatze und Löwe).
Gattung: Luchse (Lynx).
Art: Eurasischer Luchs (Lynx lynx).

Verbreitung

Ursprünglich in grossenTeilen Europas sowie Asiens nördlich des Himalajas. Heute lückenhafte Verbreitung, insbesondere in West- und Mitteleuropa.

bestehende Luchspopulationen
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mögliches Verbreitungsgebiet im Alpenraum
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Status

Geschützte Tierart, gemäss eidgenössischem Jagdgesetz. Kategorie 1 (vom Aussterben bedroht) der Roten Liste der gefährdeten Säugetiere der Schweiz.
Lebensraum

Ausgesprochener Waldbewohner. Besiedelt alle Waldtypen. Besiedelt alle Klimazonen von der Meereshöhe bis zur klimatischen Waldgrenze im Gebirge.
Körpermerkmale

Hochbeinige, mittelgrosse Kazte (Kopf-Rumpf-Länge 80-120 cm). Kurzer Schwanz (20-25 cm). Auffällige, lange Haarbüschel (Pinsel) an den Ohren. Ausgeprägter «Backenbart». Kräftige Reisszähne. Fell: rötlichbraune Farbe mit dunklen Flecken.

Soziale und räumliche Organisation

Lebt als Einzelgänger in festen Revieren, in welchen ausgewachsene Luchse des gleichen Geschlechts nicht toleriert werden. Im Innern eines Männchenreviers leben normalerweise ein, seltener zwei oder mehr Weibchen. Mittlere Dichte revierbesetzender Luchse: Etwa ein Luchs pro 100 km2.

Fortpflanzung

Paarungszeit ist im März und April. Die Tragzeit beträgt 68 bis 72 Tage. Durchschnittlich werden zwei Jungtiere geboren. Die Jungen sind bei der Geburt sehr klein, ihre Augen sind geschlossen. Die Mutter ernährt die Jungen mit Milch, bis sie im Alter von sechs bis acht Wochen der Mutter zum gerissenen Beutetier folgen können. Das Männchen beteiligt sich nicht an der Jungenaufzucht.


Verhalten

Tag- und nachtaktiv, am häufigsten in der Dämmerung. Anschleichjäger. Das Opfer wird mit den Krallen der Vorderpranken gegriffen und mit gezieltem Biss in die Kehle getötet.

Nahrung

Reiner Fleischfresser. Wichtigste potentielle Nahrung: Reh, Gämse.


Spurenmerkmale

Typische Katzenspur, jedoch dreimal grösser als bei einer Hauskatze.